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Aussichtsturm in Cserszegtomaj soll im nächsten Jahr übergeben werden

Mit 88 Jahren möchte Horváth Jeno noch hoch hinaus

Seit mehr als 50 Jahren lebt Horváth Jeno mit seiner Frau in Cserszegtomaj. Der gelernte Gärtner betreibt im Ort ein Arboretum mit besonderen Bäumen und Pflanzen. Auf bisher sieben Fachmessen des Landes gewann er mit eigenhändig gezogenen Nadelgewächsen Goldmedaillen. Auch mit 88 Jahren hält er für seine Mitmenschen noch so manche Überraschung bereit. Jetzt baut er in der Nähe seiner Baumschule an der Straße nach Sümeg einen 32 m hohen Aussichtsturm - natürlich aus Holz. In einem Gespräch mit ihm erfuhren wir mehr über seine Beweggründe und seine Ziele.

"In den dreißiger/vierziger Jahren durchwanderte ich als Pfadfinder die Berge, bestieg den Kékes. Die herrlichen Landschaften, die schönen Aussichten und die gute Luft überwältigten mich jedesmal aufs Neue. Damals wurde der Aussichtsturm auf dem Kékes fertiggestellt und seitdem verfolgt mich der Gedanke, auch in Cserszegtomaj einen Turm zu errichten. Seit den fünfziger Jahren betreibe ich eine Baumschule für Zierpflanzen, die bis zum heutigen Tage gut geht. So sammelte ich im Laufe der Jahre 90 wertvolle Gemälde und besaß eine große Wohnung in Budapest. Sowohl die Gemäldesammlung als auch die Wohnung verkaufte ich, als in den achtziger Jahren ein Grundstück mit herrlicher Aussicht und guter Luft in mein Eigentum gelangte. Nun konnte ich meinen Traum verwirklichen!"

Horváth Jeno erzählt uns, daß es ein Weg mit vielen Hindernissen war, bis er nach dem Eintreffen der 24 m langen Baumstämme, der Errichtung des Turmes endlich die Turmspitze aufsetzen konnte. Unendlich viel mußte organisiert, operativ geändert und präzise ausgeführt werden. Noch heute sind die Arbeiten nicht fertiggestellt. Zum Turm gehört ein Personenaufzug, den der alte Baumeister für besonders wichtig hält, denn gerade um Hévíz herum erholen sich auch viele Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Ein doppelter Blitzableiter wurde fertiggestellt, um die Sicherheit des Turmes zu garantieren.

"Um den Service weiter auszubauen, bewarben wir uns um staatliche Subventionen, die deshalb abgelehnt wurden, weil der Bau schon im Gange war! Leider sind bei uns die Verordnungen manchmal lebensfremd und fördern nicht die wirklichen Dinge. Das ist traurig. Ich bin 88 Jahre alt - für mich ist ein Monat wie ein Jahr bei jungen Menschen. Würde ich die Ausschreibungen abwarten, wer weiß ob ich mit 89 Jahren noch mit dem Turmbau beginnen könnte. Das wurde von der Jury nicht beachtet, mich kostet das ganze Bemühen um Subventionen nur Ärger und 25.000 Ft Gebühren. Mit den Subventionen wollte ich - nachdem mein eigenes Geld ausgegangen ist - die sozialen Einrichtungen errichten.

Nun dauert es noch bis zum Jahr 2001, bis ich aus eigenen Kräften den Bau beenden und den Aussichtsturm der Öffentlichkeit übergeben kann. Dann aber können am Eingang des Turmes die Bronzestauen von Borsos Miklós und rechts und links daneben König Hl. Stephan I. und seine Frau Gisela und von oben die schöne Landschaft bewundert werden."

Uns bleibt zu wünschen, daß Horváth Jeno und seine Frau die Eröffnung des Aussichtsturmes im 14 ha großen, mit Nadelbäumen und Büschen bepflanzten Freizeitpark bei guter Gesundheit erleben können.

H.K.M.


Die Online-Veröffentlichung des Beitrags erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Balaton Zeitung

 

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